Halogen-Lampen
Wir haben unsere Wohnungsbeleuchtungen zum großen Teil auf Halogen-Systeme (vorwiegend Seilsysteme) ausgebaut.
Es gibt wohl momentan noch einige "Designer-Lampen", aber diese sterben langsam aus. In diesen Räumen ist meist noch nicht
geklärt, wie die Deckengestaltung aussehen soll.
Halogen-Beleuchtungen haben mehrfache Vorteile:
punktgenaue Ausleuchtung von Objekten
relativ hohe Energieausbeute
über elektr. Trafos mittlerweile gut dimmbar
einige Farbtöne verfügbar
ergibt sehr angenehme Atmosphäre
wenig Platzbedarf
Leistung
Halogen-Lampen im Wohnbereich kennt mittlerweile fast jeder. Die übliche Leistung liegt bei 20W pro Lampe, die mit einer Spannung von 12V abgegeben wird.
Durch die niedrige Spannung können Leitungen oder Kontakte problemlos im Betrieb auch von Kindern berührt werden, es besteht keine Gefahr eines elektrischen Schlags.
Allerdings sollte man trotzdem Vorsicht walten lassen, da Lampenfassungen oder umgebende Teile durch die Strahlungswärme der Lampen sehr heiß werden können.
Die Niederspannung wird von Transformatoren vom 230V Stromnetz auf unschädliche 12V umgesetzt. Um mit der niedrigen (berührungssicheren) Kleinspannung diese Leistungen
erzeugen zu können, sind hohe Ströme notwendig:
| 1 100W Glühbirne: P=U*I, I*P/U: | I = 100W/230V | = 0,43A |
| 5 20W Halogen : | I = (5*20W)/12V | = 8,33A |
Man sieht, daß bei größeren Installationen erhebliche Ströme fließen können. Trotzdem können die Leitungen mit bloßer Hand berührt werden.
Durch die großen Ströme sind große Leitungsquerschnitte und gute Verbindungen erforderlich.
Der Wirkungsgrad von Halogenlampen ist etwas höher wie der Wirkungsgrad von normalen Glühlampen, damit sind 5 20W Lampen mindestens so hell wie eine 100W Glühbirne, und verbrauchen auch mindestens ebenso viel Strom (Die Verlustleistung des Trafos muß mitgerechnet werden!)
In der Helligkeit entsprechen 5 20W Halogenlampen damit einer normalen 100W Glühbirne, allerdings unterscheidet sich die Lichtverteilung.
Trafos
Bewährt haben sich bei uns elektronische Trafos.
Diese Trafos sind zwar teurer wie herkömmliche, mechanische Trafos, sind aber von ihrer Bauart her kleiner und leichter, und können damit unauffälliger plaziert werden.
Leider leisten diese Trafos meist nicht mehr wie 100W, damit ist die Lampenanzahl begrenzt auf maximal 5 20W-Lampen.
Für normale Installationen (Flur etc) reicht dies aber meistens aus.
Ansonsten müssen die Installationen aufgeteilt werden, und von mehreren Trafos versorgt werden.
mechnische Trafos
Mechanische Trafos können zwar höhere Leistungen erbringen, sind aber dann extrem groß und schwer. Für größere Leistungen werden dann meist sogenannte Ringkerntrafos verwendet.
Diese Trafos ähneln von ihrer Bauweise überdimensionalen Spulen, und weisen damit mehrere ungünstige Eigenschaften auf:
hohe Induktion -> schlecht dimmbar
hohes Gewicht
beim Einschalten wird wie bei Spulen der Einschaltzeitpunkt relevant:
wird der Trafo im Scheitelpunkt der Spannungswelle (also bei 230V) eingeschaltet, kann ein enormer Stromfluß zustande kommen. Hier können auch schon mal Sicherungen ansprechen!
mechanische Trafos sollten immer mit ihrer Nennleistung betrieben werden:
ein 100W-Trafo sollte auch mit 5 20W Lampen betrieben werden.
Werden weniger Lampen betrieben (z.B. nur 3) steigt die Nennspannung des Trafos, die Lampen werden mit einer zu hohen Spannung betrieben, was die Lebensdauer senkt!
Auch wir haben noch mechanische Trafos im Betrieb. Mechanische Trafos sind meist bei handelsüblichen Halogen-Sets dabei (meist 60-100W, je nach Lampenzahl...).
Wir gehen aber mittlerweile dazu über, diese durch elektr. Trafos zu ersetzen.
elektronische Trafos
Diese Trafos sind eigentlich kleine, einfache Schaltnetzteile und enthalten meist nur einige wenige (elektronische) Bauteile. Dadurch können sie recht klein gebaut werden.
Vorteile:
klein und leicht
können meist auch mit weniger Lampen betrieben werden
haben meist einen "Sanftanlauf", der hohe Einschaltströme verhindert, und ein weiches "Einschalten" der Lampen gewährleistet
wenig Brummen
Nachteile:
teurer
manche Trafos nur mit aufwendigen "Spezialdimmern" zu dimmen!